Panzerjägerkompanie 210 - Standort Augustdorf

Generalfeldmarschall Erwin Rommel

(*15.11.1891,+14.10.1944)
GFM Erwin Rommel Ritterkreuz am 27.05.1940
als Generalmajor und Kommandeur 7.Panzerdivision
10.Eichenlaub am 20.03.1941
Generalleutnant und Befehlshaber DAK
6.Schwerter am 20.01.1942
General der Panzertruppe und Befehlshaber Panzergruppe Afrika
6.Brillanten am 11.03.1943
als Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber Heeresgruppe Afrika
Am 15. November 1891 wurde er in Heidenheim an der Brenz als Sohn eines Gymnasialprofessors geboren. Nach dem Abitur trat er als Fahnenjunker beim Infanterieregiment „König Wilhelm I." Nr. 124 ein. Als Leutnant und Zugführer in der 7.Kompanie seines Regiments zog er im August 1914 ins Feld. Bei einem Einsatz als Stoßtruppführer zeichnete er sich als zäher, entschlossener Führer aus und wurde mit dem EK II.Klasse ausgezeichnet. Nach Verwundung und mehrmonatigem Lazerettaufenthalt bewährte er sich erneut bei einem Angriff auf eine französische Feldbefestigung. Dafür wurde er mit dem EK I.Klasse ausgezeichnet. Nach Beförderung zum Oberleutnant kam er 1915 als Führer der 2.Kompanie in das württembergische Gebirgsbataillon. Mit diesem Bataillon nahm er an der 12.Isonzoschlacht teil und konnte seine Tapferkeit und seinen Listenreichtum erneut unter Beweis stellen. An der Spitze einer Abteilung gelang ihm die Eroberung des 1600 m hohen Monte Matajur. Für diesen wagemutig durchgeführten Einsatz wurde Oberleutnant Erwin Rommel am 10.Dezember 1917 die höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung, der Pour le mérite verliehen. Zum Hauptmann befördert erlebte er den Untergang des Kaiserreiches und kehrte im Dezember 1918 zu seiner Stammeinheit, dem Infanterieregiment 124 zurück.

1920 wurde er in die Reichswehr übernommen und war für acht Jahre Kompaniechef im Infanterieregiment Nr. 13 in Stuttgart. Es folgte die Verwendung als Taktiklehrer an der Kriegsschule in Dresden, bis er 1933 als Major in den Truppendienst zurückkehrte und das III.Bataillon des Infanterieregiments 17 in Goslar übernahm. Zwei Jahre später erhielt seine Beförderung zum Oberstleutnant und war zunächst Lehrgangsleiter an der Kriegsschule Potsdam und anschließend Verbindungsoffizier der Wehrmacht beim Stab des Reichsjugendführers. 1937 zum Oberst befördert, wurde er von Hitler zum Kommandeur des Führerbegleit-Bataillons ernannt und war somit verantwortlich für dessen Schutz bei Fahrten im Wehrmachtsdienstbereich.

Im August 1939 stieg er zum Generalmajor auf und übernahm Anfang 1940 die 7.Panzerdivision. Mit dieser Einheit nahm er am Westfeldzug teil und brachte ihr den legendären Ruf als „Gespensterdivision" ein. Die Leistungen dieser Division führten am 26.05.1940 zur Verleihung des Ritterkreuzes.

Im Februar 1941 wurde er mit der Führung des Deutschen Afrika Korps betraut und stieg im März 1943 zum Generalleutnant auf. Als zehnter Soldat der deutschen Wehrmacht erhielt er am 20.03.1941 das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Es folgten beachtliche Leistungen auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz die dem Befehlshaber der Panzergruppe „Afrika", Erwin Rommel als General der Panzertruppe am 20.01.1942 als 6.Soldaten der Wehrmacht die Schwerter einbrachten. Nur wenige Tage nach Verleihung dieser hohen Auszeichnung wurde er zum Generaloberst befördert und zum Oberbefehlshaber der deutsch-italienischen Panzerarmee ernannt. Als besondere Ehrung erreichte ihn am 22.06.1942 die fernschriftliche Beförderung zum Generalfeldmarschall. Am Schicksal der deutschen Truppen in Afrika konnte er aber nichts mehr ändern. Die von ihm gewünschte Verstärkung blieb aus und Montgomery errang einen Sieg nach dem anderen. Anfang März wurde er aus Afrika abberufen und am 11.03.1943 mit den Brillanten ausgezeichnet. Zwei Monate später kapitulierte der neue Oberbefehlshaber, Generaloberst von Arnim in Nordafrika.

Nach der Genesung übernahm Rommel die Heeresgruppe H in Norditalien, wurde aber bereits im Oktober 1943 zum Oberbefehlshaber am Atlantikwall ernannt. Als am 06.Juni 1944 die Invasion erfolgte wurde offensichtlich daß die zur Verfügung stehenden Abwehrkräfte nicht reichten. Rommel forderte Hitler auf unverzüglich die Folgerungen aus dieser Lage zu ziehen.

Am 17.Juli 1944 wurde Rommel bei einem Tieffliegerangriff schwer verwundet und in das Luftwaffenlazarett nach Bernay gebracht. Nach seiner Genesung reiste er nach Herrlingen in sein Heim. Nach dem Attentat vom 20.Juli ist bei Gestapoverhören vermutlich der Name Rommel gefallen. Damit war sein Schicksal so gut wie besiegelt. General Speidel, der ihn noch besuchte um ihn zu warnen, wurde kurz darauf verhaftet. Keitel befahl Rommel daraufhin nach Berlin, der sich aber weigerte. Er ahnte um welche Art von Besprechung es sich handeln würde. Die Generale Burgdorf und Maisel trafen am 14.Oktober 1944 bei Rommel in Herrlingen ein. Nach einer Besprechung mit ihnen nahm Rommel Abschied von seiner Frau mit den Worten: „ Ich muß mich verabschieden, den in einer Viertelstunde werde ich nicht mehr am Leben sein".

Generalfeldmarschall Erwin Rommel, Träger des Pour le mérite, ausgezeichnet mit dem Ritterkreuz mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten, starb durch eigene Hand. In den Tod getrieben von seinem Obersten Befehlshaber.