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[ 90er Jahre | 80er Jahre | 70er Jahre | Bericht aus der Anfangszeit ]

Lückenhafte Erinnerungen eines ehemaligen Stabsunteroffizier an seine Dienstzeit in der Kompanie.

Vom 1. April 1973 bis 30.06.1975

 

 

So war es damals - mehr als 25 Jahre ist es her, und nicht alles war Gold was glänzt.

 

 

 

Der Kompaniechef

bis 1975 Hauptmann dann Major.

Seine Führungsqualitäten waren gleich Null. Vorbild, kannste vergessen, ein Typ zum verbrennen. Viele haben manchmal auch laut gedacht: Im Ernstfall ist er “der erste Gefallene der Kompanie.” Alle liebten ihn, wenn er von hinten zu sehen war. Er gab seine ihm unterstellten Soldaten so gut wie keine Möglichkeit sich zu entwickeln. Er blockte alles ab. Die Hauptsache er stand im Rampenlicht. Wenn der wüßte wie ihn alle Soldaten verars...... haben. Die Betonung liegt auf alle Soldaten.

Als kleines Beispiel wie es nicht sein sollte - die Gefechtsausbildung. Er blieb in seinem Büro, man könnte ja schmutzig werden. Während seine Untergebenen bei klirrender Kälte im Freien übernachteten, fuhr er nach Hause und legte sich ins weiche Federbett. Wenn er dann doch einmal kurzfristig ins Gelände kam, dann aber grundsätzlich im Ausgehanzug oder mit übergestreifter Panzerkombi und Halbschuhen. Eine Anzugsordnung gab es für ihn nicht.

Fazit: Kein Nazi, aber sonst ein Typ wie Hptm. Stransky!!!!

(Hptm. Stransky - Romanfigur von Willi Heinrich. Sein Erstling von 1955 "Das geduldige Fleisch" diente später als Vorlage für Peckinpahs "Steiner - das Eiserne Kreuz.”)

 

 

 

Der Kompaniefeldwebel

hat sich zu wenig für seine jungen Unteroffiziere eingesetzt. Im Gefechtsdienst konnte man ihn auch vergessen. Die Versorgung der Soldaten in den Zügen war nicht besonders gut. Entweder das Essen kam mehrere Stunden später kalt an, oder wie des öfteren bei Manövern oder Übungen gar nicht. Wenn er dort ankam wo wir sein sollten, waren wir schon weg. Also mußten wir unseren “Spieß Jutsche” wieder eingefangen, sonst würde er noch heute nach uns suchen.

Aber trotz allem kein schlechter Kompaniefeldwebel.

 

 

 

Der Zugführer

Hart und gerecht, manchmal väterlich, immer fair und fast immer vergnügt. Es war ein Vorgesetzter für den man durchs Feuer ging. Jeder Soldat der Kompanie wollte in seinem Zug Dienst verrichten.

Kurz gesagt, ein Vorgesetzter der für viele ein Vorbild war.

 

 

 

Das Uffz.-Korps

gab es praktisch nicht. Die Jungen waren zu schwach und die Alten wollten nicht. Der Kp-Chef  hat aber auch fast alles abgeblockt. Mein Eindruck war er fürchtete sich vor einem starken Uff.-Korps. Ich Frage mich warum? Gemeinsamsamkeiten oder das was ein Korps ausmacht gab es sehr selten. Nur manchmal blitzte so etwas wie Koprsgeist auf.

Eigentlich Schade!!!!!

 

 

 

Die Soldaten

waren ohne Probleme zu führen. In der Kaserne gab es vielleicht einige Kleinigkeiten, aber im Gelände waren alle voll da. Hat Spaß gemacht mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Wenn ich an den Kompaniechef denke, was die Soldaten manchmal auszuhalten hatten.

Meine Hochachtung und Dank gilt jedenfalls allen ehemaligen Kameraden die mir unterstellt waren.

 

 

 

1975 habe ich mich aus dienstlichen sowie privaten Gründen zur

2./Panzerbatallion 184 versetzen lassen.

 

 

 

Ich ich stelle ausdrücklich fest, dieser Text gibt meine persönliche Einstellung und Meinung gegenüber diesen Personen wieder.

© 2002 Kurt Zieger 85368 Moosburg - Alle Rechte vorbehalten -

 

 

 

1973 *  Bildmaterial und Informationen * 1975

 

 

 

 

 

Das erste Wappen unserer Kompanie aus dem Jahre 1974

 

Abschuß einer Panzerabwehrrakete SS-11-

vom Jagdpanzer 1 (HS 30)

- Postkarte - gekauft an der KTS Munster im Jan. 1973

Quelle: Merkel-Verlag 3501 Naumburg,

 

 

Uffz. Aufenthaltsraum

So sah es bei uns aus. Mit den wenigen Mitteln wurden die Räume 1974 so hergerichtet.

 

 

 

Nach einem Holzschnitt gezeichnet.

Fahneninschrift: -Freiheit-

Schriftzug:

“Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt”

Freiherr v. Stein

1974 Partnerschaft mit dem

Royal Anglian Regiment 3rd

(Panzerjägerzug)

Wandbilder

Links: Ein Fahnenträger während der Bauernkriege

Rechts: Partnerschaft

 

 

 

 

 

 

Mannschaft-Aufenthaltsraum

Der Raum sah damals so aus.

 

 

 

 

 

Unsere englischen Kameraden und Partner

Royal Anglian Regiment 3rd

http://www.army.mod.uk/poachers/

 Leider hat man diese Verbindung nicht weiter ausgebaut.

Und auch diese Einheit wurde mittlerweile aufgelöst.

Innenansichten des Jagdpanzer 2

 Links: Fahrer  - Mitte: Lenkschütze -  Rechts: Kommandant

 Lenkschützen Sitz

 Abschußrampe mit Steuerkasten

Der wichtigste Dienst gemäß Dienstplan ist für einen Soldaten?

Technischer Dienst

- “Pause” -

Nach ca. einem Jahr Schießverbot -  das “Erste” zentrale Schulschießen in Bergen-Hohne.

Erstes zentrales Schulschießen SS-11- aller Panzerjägerkompanien der BW in Bergen-Hohne.

Auch einige Piloten der Marineflieger nahmen daran teil.

Durchführung und Leitung:

 * Panzerjägerkompanie 210  *

Mit der 7. Division im Manöver “Lange Nacht”

 

 

 

Mit den Flußpionieren über die Aller

und bei Nacht wieder zurück!

 

 

 

Im Verfügungsraum

“Schmidtchen”

bei  Ausgabe der Lage

Die “Kiste” mag nicht mehr. Warten aus den InstTrp.

Dreimal ist der “Alte” vorbeigefahren, nur gefunden hat er uns nicht.

 

 

 

Diesen Bauernhof in Niedersachsen werde ich nicht vergessen.

Schon mehrere Tage lief das Manöver. Im Verfügungsraum an einem Bauerhof angekommen, fragte ich den alten Bauern ob es eine Waschgelegenheit mit Warmwasser gäbe, denn wir rochen alle ein bischen nach Wildschwein oder so ähnlich.

Wenn wir möchten könnten wir in seinem Badezimmer duschen. Hoppla, das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Innerhalb von 15 Minuten hatte die Besatzung wechselweise geduscht - und das  Badezimmer selbstverständlich wieder gereinigt.

Dann kam der Engel “die alte Bäuerin” und fragte: “Jungs, ihr habt doch bestimmt auch Hunger?” Nach drei Tagen EPA - welche Frage!!!!!!

Es dauerte nicht sehr lange und dann gab es  Essen im Schichtbetrieb

“Bratkartoffeln mit Spiegeleier und Schinken.”

dazu gab es eine Flasche “Hopfentee.” Als Krönung und Abschluß Getreide in flüssiger Form.

Wie sagt der Berliner: “Der liebe Gott ist immer mit die Doofen.

Einige Stunden später bei der Einweisung durch den ZgFhr.-  Er ging um mich herum und schnüffelte: “Hee, StUffz. - Du  stinkst als wärst Du im Puff gewesen.” Ich antwortete ihm: “Nicht im Puff, dafür aber unter der Dusche. Ich stinke nicht mehr wie ein Iltis im Gegensatz zu manch anderem hier und Bratkartoffeln mit Spiegeleier und Schinken gab es außerdem!!!!” Und schon war ich weg, denn ich mußte zusehen das ich aus der Reichweite seiner Stiefelspitze kam.

Nie wieder habe ich so gute Bratkartoffeln bekommen.

Vielen Dank Bäuerin und Bauer.

 

Die “Lange Nacht” geht zu Ende

Ankunft am Sammelpunkt

Immer wieder Waffenreinigen FlaMG

- und das mit wachsender Begeisterung

Einweisung der Fahrer u. Kommandanten durch HFw Schmidt

 

 

 

Was kommt nach “Lange Nacht”

Auftrag:

Bahnverladung und Rückmarsch nach Augustdorf

“Endlich!”

 

© 2002 Kurt Zieger 85368 Moosburg - Alle Rechte vorbehalten -